Während unserer Video-Installationen oder auch via E-Mail werden wir oft mit Fragen rund um Projektionstechniken, Videoprojektoren, Videobeamern, Dia-Projektoren etc. konfrontiert. Diese Fragen sammeln wir hier und listen sie gemeinsam mit den Antworten mal auf. Wird natürlich alles ständig erweitert.
- Ich habe weiße Wände in meinen Veranstaltungsräumen und möchte darauf ein Logo projizieren. Das Logo ist aber weiß, geht das den? Weiß auf weiß?
- Aber mein weißes Logo oder andere Projektionen kann ich doch auch auf schwarzen Untergrund projizieren, da müsste man es doch besonders gut erkennen?
- Silberfolie reflektiert ja gut, da werde ich alle Wände silber streichen, dass müsste doch besonders gut aussehen.
- Warum soll ich eine Leinwand für meine Videoprojektion nehmen. Ich kann mir doch aus weißen Stoffen etwas selbst basteln.
- Aber wenn ich eine richtige Leinwand nehme, kann ich die Projektion nicht von beiden Seiten sehen, bei der Stoffkonstruktion geht das.
- Aber Dia-Projektionen kann man doch auch auf weißen Stoffen darstellen?
- Was ist dieses ANSI-Lumen?
- Warum soll ich einen Videoprojektor mieten, wenn ich mir doch einen im Elektronikfachmarkt für 500,- Euro kaufen kann?
- Was ist der Unterschied zwischen einem Videobeamer und einem Videoprojektor?
- Warum werden überhaupt noch Dia-Projektoren genutzt, man kann es doch viel einfacher mit Videobeamern haben?
- Ich habe für eine Veranstaltung einen VJ gebucht. Warum sind die technischen Anforderungen, die er stellt, so hoch?
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Ich habe weiße Wände in meinen Veranstaltungsräumen und möchte darauf ein Logo projizieren. Das Logo ist aber weiß, geht das den? Weiß auf weiß?
Ja, das funktioniert natürlich. Denn nur eine helle beziehungsweise weißgefärbte Fläche reflektiert den größtmöglichen Lichtanteil der Projektoren. Man darf eine Projektion nicht mit z.B. schwarzer Schrift in Büchern gleichsetzen, auf dem ja logischerweise nur dunkle Farben zu erkennen sind. Am besten ist es mit einer Taschenlampe in einem dunklen Raum zu erklären. Deren Lichtkegel ist auch sehr gut auf einer weißen Wand zu erkennen und genauso verhält es sich mit Projektionen weiß oder hell gehaltener Motive.
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Aber mein weißes Logo oder andere Projektionen kann ich doch auch auf schwarzen Untergrund projizieren, da müsste man es doch besonders gut erkennen?
Je dunkler die Fläche, auf die projiziert werden soll, desto mehr Licht wird von diesem Untergrund “verschluckt” und nicht mehr zum Betrachter reflektiert. Das lässt sich wieder prima mit der Taschenlampe erklären. Einfach mal ein schwarzgefärbtes Papier neben ein weißes halten und in einem abgedunkelten Raum aus einer gewissen Entfernung mit der Taschenlampe darauf leuchten. Hier sieht man, dass das Licht der Lampe auf der dunklen Oberfläche viel matter erscheint, auf der weißen Fläche jedoch kräftig leuchtet. Fazit: Dunkle Flächen eignen sich für Projektionen nur bedingt, schwarze Flächen gar nicht.
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Silberfolie reflektiert ja gut, da werde ich alle Wände silber streichen, dass müsste doch besonders gut aussehen.
Silberfarbene oder generell glänzende Oberflächen eignen sich nicht für eine Projektion. Denn hier wird das gesamte Lichtspektrum der Projektion komplett reflektiert, so als würde man eine Taschenlampe vor einen Spiegel halten. Es ist nur ein heller Lichtblitz zu sehen, das Motiv jedoch ist nicht zu erkennen
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Warum soll ich eine Leinwand für meine Videoprojektion nehmen. Ich kann mir doch aus weißen Stoffen etwas selbst basteln.
Do-It-Yourself-Leinwände aus Holzrahmen und weißen Stoffen, sind zwar günstig herzustellen und erfüllen grob gesehen ihren Zweck, allerdings wird durch die Gewebelücken im Stoff ein Großteil der Leuchtkraft der Videoprojektoren verschenkt, da diese einfach hindurchscheint. Desweiteren sind Stoffe anfällig gegenüber dem bei Großveranstaltungen gern eingesetzten UV-Licht. Der Stoff leuchtet bläulich und von der eigentlich Projektion ist noch weniger zu sehen.
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Aber wenn ich eine richtige Leinwand nehme, kann ich die Projektion nicht von beiden Seiten sehen, bei der Stoffkonstruktion geht das.
Falsch. Es gibt sogenannte rückprojektionsgeeignete Leinwände. Diese bestehen aus hochwertigem Leinwandmaterial, welches zulässt, dass die Projektion von beiden Seiten kräftig zu sehen ist. Hierbei sind jedoch kräftigere Videoprojektoren mit einer Leuchtstärke ab 3.000 ANSI-Lumen nötig.
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Aber Dia-Projektionen kann man doch auch auf weißen Stoffen darstellen?
Dia-Projektoren besitzen aufgrund ihrer einfachen Bauweise und Konstruktion eine wesentlich höhere Leuchtstärke. Bei Dia-Projektoren ist es üblich, die Leuchtkraft in Watt anzugeben. Umgerechnet in ANSI-Lumen haben Dia-Projektoren eine Leuchtkraft zwischen 4.000 und 10.000 ANSI-Lumen.
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Grob gesagt ist ANSI-Lumen die Maßeinheit für die Leuchtstärke eines Projektors. Projektoren für den Heimgebrauch besitzen zumeist 1.500 ANSI-Lumen. Ein damit projiziertes Videobild ist nur bei fast vollständig abgedunkelter Umgebung ohne Streulicht gut zu erkennen. Profi-Projektoren besitzen jedoch Leuchtstärken ab 4.000 ANSI-Lumen, sodass diese Projektoren sogar bei Tageslicht ein kontrastreiches und kräftiges Videobild anzeigen.
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Warum soll ich einen Videoprojektor mieten, wenn ich mir doch einen im Elektronikfachmarkt für 500,- Euro kaufen kann?
Diese günstig angebotenen Videoprojektoren sind nur für den Heimgebrauch gedacht. Sie haben eine geringe Lampenleistung, sodass sie nur für kleinere Projektionsflächen geeignet sind. Zudem besitzen sie keinen Filter, sodass bei einer regelmäßigen Nutzung in Veranstaltungsräumen mit einer schweren Verschmutzung des Gerätes zu rechnen ist. Diese macht das Gerät nach einer Weile unbrauchbar oder ist nur durch eine kostenintensive Reinigung zu beheben.
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Was ist der Unterschied zwischen einem Videobeamer und einem Videoprojektor?
Im Grunde gibt es keinen. Die korrekte Bezeichnung lautet jedoch Videoprojektor. Videobeamer ist Umgangssprache und ist heutzutage als Synonym für Projektoren im Heimgebrauch etabliert. Einen Beamer beispielsweise in England zu ordern, dürfte schwer werden, da der Brite darunter ein Fahrzeug (BMW) versteht.
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Warum werden überhaupt noch Dia-Projektoren genutzt, man kann es doch viel einfacher mit Videobeamern haben?
Natürlich sind Videoprojektoren flexibler in der Bildzuspielung, allerdings haben Sie einen großen Nachteil: Die Auflösung. Bei einem normalen Dia beträgt die Auflösung schon allein 1800×1200 Pixel, an die normale Videoprojektoren nicht herankommen. Größere Auflösungen von Dias erreichen sogar 8192×5464 Bildpunkte. So kann man bei einer Dia-Projektion direkt vor dem projizierten Motiv stehen und keinerlei Pixel erkennen. Bei Videoprojektoren (besonders bei denen mit LCD-Technik), sind deutlich die einzelnen LCD-Bausteine oder Pixel zu erkennen.
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Ich habe für eine Veranstaltung einen VJ gebucht. Warum sind die technischen Anforderungen, die er stellt, so hoch?
Ein VJ ist mit einem DJ zu gleichzusetzen. Letzerer spielt Musik und setzt dafür auch eine gewisse Technik, wie Licht, Ton, Plattenspieler, CD-Spieler, Mischpulte etc. voraus. Der VJ macht nun nichts anderes, als passend zur Musik Videoschnipsel, Animationen usw. zu mixen. Dafür setzt er nun auch ein gewisses Equipment voraus. Dazu gehören Videoprojektoren, Leinwände, Kontroll-Monitor und die komplette Verkabelung bis zum Platz des VJs, sodass dieser nur noch sein Mix-Equipment anschließen muss und loslegen kann.